Oktoberfest vs. Schwarzwald

Oktoberfest im Schwarzwald ? Ja natürlich auch bei uns gibt es Oktoberfeste. Und nicht nur bei uns, sondern mittlerweile in der ganzen Welt. Ob in San Francisco, Dublin, Moskau, Afrika, Brasilien… die Kombination aus Bier, Volksmusik und bayrischen Köstlichkeiten zieht  auch in anderen Ländern.  Zum Beispiel in Cincinnati ( Amerika ) werden bei der amerikanischen Version des Oktoberfestes 80.500 Bratwürste, 23.000 Brezeln, 1.875 Pfund Kartoffelsalat und 3.600 Pfund Sauerkraut verspeist.  Und der                 „Ententanz“ ist das absolute Highlight. (Quelle tz München) Und was uns alle mit dem Original verbindet ist der Spaß am Feiern,  den Traditionen und dem Brauchtum.               Das hat mich dazu gebracht, die Wiesn-Köstlichkeiten mit typischen Zutaten aus dem Schwarzwald neu zu interpretieren. Und was schmeckt besser? Entscheidet selbst…DSC_0968.JPG

Die Bayrischen Zutaten:

für den Wiesen-Burger:

  • Laugenknoten
  • 1 Scheibe Leberkäse angebraten
  • süßer Senf
  • 3 dünne Scheiben Camembert
  • Weißkrautsalat

in dieser Reihenfolge den Laugenknoten füllen.DSC_1000.JPG

für den bayrischen Wurstsalat:

  • Fleischwurst in Streifen geschnitten
  • Käse in Streifen geschnitten ( z. B. Gouda )
  • Essiggurken in Streifen geschnitten
  • eine Laugenstange in dünne Scheiben geschnitten
  • für das Dressing: Essig, Öl, süßer Senf, Salz und Pfeffer

Alle Zutaten bis auf die Laugenscheiben vermischen und kurz vor dem servieren die Laugenscheiben hinzugeben.DSC_1004.JPG

für die Weißwurst-Häppchen:

  • gekochte Weißwurst in Scheiben geschnitten
  • runde Kräcker
  • süßer Senf
  • gewürfelte Essiggurke

Kräcker und Weißwurstscheiben aufeinander stapeln, mit süßem Senf bestreichen und mit der gewürfelten Essiggurke garnieren.DSC_1010.JPG

Die Schwarzwälder Zutaten:DSC_0967.JPG

für den Schwarzwald-Burger:

  • ein Bürle ( Schwarzwäder Brötchen )
  • 2 Scheiben gekochtes, geräuchertes Schäufele ( Schulterstück vom Schwein )
  • angebratener Schwarzwälder Schinken
  • Rotkrautsalat

Zutaten in dieser Reihenfolge in das Brötchen geben.DSC_0988.JPG

für den Schwarzwälder Wurstsalat:

  • Schwarzwurst in Streifen geschnitten
  • Käse in Streifen geschnitten ( z. B. Gouda )
  • Essiggurken in Streifen geschnitten
  • Zutaten Dressing: Essig, Öl, Senf, Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker

Alle Zutaten vermischen und durchziehen lassen.DSC_0989.JPG

für die Schwarzwald-Häppchen:

  • Bratkartoffelscheiben
  • angebratene Blutwurst in Scheiben
  • Röstzwiebeln
  • Apfelmus

 

Alle Zutaten in dieser Reihenfolge aufeinander stapeln  mit Apfelmus garnieren.DSC_0993.JPG

Na, habt Ihr jetzt auch Lust bekommen ein Oktoberfest zu feiern, obwohl Ihr nicht in München wohnt ? Seht Ihr, so kommt das Oktoberfest in sämtliche Städte und überall auf die Welt. Ich wünsche Euch auf jeden Fall eine zünftige Party und vielleicht könnt Ihr mich ja wissen lassen welche Version Euch besser geschmeckt hat. Liebe Grüße Silke ( Habt Ihr übrigens den eingebauten Fehler in den Bildern entdeckt ? Ich hab die Burger Buns verwechselt der Laugenwecken gehört zum Wiesen-Burger und das Bürle zum Schwarzwald-Burger)

 

 

 

 

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Urlaubserinnerungen

Unseren diesjährigen Urlaub verbrachten wir am IJsselmeer in den Niederlanden. Und was soll ich sagen, Holland ist genauso wie ich es mir vorgestellt habe (eigentlich ist die Bezeichnung Holland ja falsch, Holland heißen nur zwei westliche Provinzen in den Niederlanden. Aber da die meisten Leute Holland sagen … ) auf jeden Fall gibt es hier jede Menge Windmühlen, Schafe ( Deichrasenmäher), Käse und Wasserstraßen.

Was kann man am IJsselmeer machen ? natürlich ein Boot mieten und durch die Kanäle schippern. Das haben wir auch getan. Dann natürlich die ganzen Wassersportmöglich- keiten wie z. B. Suppen ( Stand Up Paddling), Windsurfen, Kitesurfen, Segeln…  Wir haben Kilometerlange Radtouren gemacht. Bei Verschnaufpausen zwischendrin Leckereien wie „Bitterballen“ oder „Broodjes“ probiert.

Wir waren natürlich in Amsterdam und haben diese junge, angesagte Stadt per Boot erkundet und es uns in Cafes gutgehen lassen.

Wir haben die Städte Sneek ( toll zum Einkaufen ), Workum ( älteste Schiffszimmerei der Niederlande von 1693) Den Helder ( hier hatten wir Glück, an diesem Wochenende gab es ein Hafenfest) und den Käsemarkt in Alkmaar besucht.

Sind ganz viel am Strand von Makkum  rumgelegen ( wir hatten teilweise unglaubliche 30 Grad ! ) und haben einfach die freie Zeit und unser Zusammensein genossen. 20160822_201949.jpg Ich hab Euch auch ein Rezept mitgebracht  ( eigentlich sind es sogar zwei ) für einen  „Holländischen Brotpudding“  den ich mir als Nachtisch mal gegönnt habe. Der Brotpudding besteht aus einem Zuckerbrot, dass Ihr natürlich auch so mal zum Kaffee oder Frühstück genießen könnt und wird dann zum Brotpudding verarbeitet. Etwas aufwendig, aber es rentiert sich.

Und das braucht Ihr für das Zuckerbrot:

  • 300 g Weizenmehl Typ 405
  • 20 g frische Hefe
  • 165 ml lauwarme Milch
  • 6 g Salz
  • 30 g weiche Butter
  • 20 g “ Süßmittel“
  • 3 EL Zimt
  • 200g zerstoßener Würfelzucker

Zutaten für „Süßmittel“

  • Schale von einer Zitrone
  • Schale von einer Orange
  • 40 g Zucker

Zubereitung:

Die Zitronen- und Orangenschalen mit dem Zucker vermischen und zunächst zur Seite stellen.                                                                                                                                                          Hefe zerbröckeln und in der lauwarmen Milch auflösen. Alle anderen Zutaten ( außer Würfelzucker und Zimt ) mischen und eine Mulde darin formen. Die Hefemilch in diese Mulde gießen und mit dem Knethaken des Handrührgerätes das Ganze zu einem glatten Teig verkneten. Den Hefeteig an einem warmem Ort zugedeckt ca. 30-40 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.                                                                                         Den Würfelzucker in eine Tüte geben und mit einem Nudelholz, grob zerkleinern. Die zerstoßenen Zuckerwürfel mit dem Zimt mischen. Die Zuckerzimt-Mischung sorgfältig in den Teig einarbeiten und ihn danach in eine gefettete und bemehlte Kastenform geben. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen.                                                                                                          In  einem auf 200 ° C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen.  Sollte das Brot zu dunkel werden einfach ein Stück Alufolie  darüber legen.                                                            Nach dem  Abkühlen könnt Ihr das Brot weiter zu einem Brotpudding verarbeiten oder so genießen.20160908_202637.jpg

Und das braucht Ihr für den Brotpudding:

  • 1 holländisches Zuckerbrot
  • 2 Eigelb
  • 2 EL Zucker
  • 30 g Vanillezucker
  • 100 ml Milch
  • 150 ml Sahne
  • Puderzucker zum Garnieren

Zubereitung:

Das Zuckerbrot in kleine Würfel schneiden und in eine gefettete Kastenform geben,  das Eiweiß vom Eigelb trennen und das Eigelb mit dem Zucker und Vanillezucker cremig schlagen, dann unter rühren die Milch und die Sahne  dazu geben. Die Sahnemischung über die Brotwürfel geben, die Brotwürfel fest andrücken  und eine Stunde ziehen lassen, bis alle Brotwürfel von der Flüssigkeit durchweicht sind. Danach dann das ganze 20 Minuten bei 180 ° C goldbraun backen. Abkühlen lassen , mit Puderzucker bestreuen, in Scheiben schneiden und mit Eis oder Schlagsahne genießen. ( Ich hatte Zimteis )DSC_0919 (1).JPG

Der Brotpudding ist zwar etwas aufwändig, aber als Abschluss für ein festliches Essen oder als Dessert an Weihnachten, lohnt sich der Aufwand.

Schade, dass der Urlaub immer so schnell vorbeigeht. Aber mit den schönen Bildern und dem Brotpudding kann ich mir die Urlaubserinnerungen ja jederzeit  zurückholen.        Liebe Grüße Silke

 

 

 

 

 

Schnelle Ofenschlupfer

Im Nebel ruhet noch die Welt,                                                                                                                                                                                                                                                                     noch träumen Wald und Wiesen;                                                                                                                                                 bald siehst du,                                                                                                                                            wenn der Schleier fällt,                                                                                                            herbstkräftig die gedämpfte Welt                                                                                                                                     warmem Golde fließen  ( Eduard Mörike)…   So beginnt eines meiner Lieblingsgedichte und ich finde passender kann man diese Jahreszeit und das wunderbare Licht im Herbst nicht beschreiben. Ihr merkt schon ich liebe den Herbst. Nicht nur weil ich im September Geburtstag habe, sondern auch wegen seiner schönen Farben und der unglaublichen Vielfalt  an Früchten, Gemüse und Genüssen die der Herbst mit sich bringt. Eine dieser tollen Früchte sind Zwetschgen. Sie lassen sich so vielfältig verarbeiten, entweder süß oder auch herzhaft, da fallen mir  auf Anhieb jede Menge Rezepte ein. Ich habe Euch heute ein Rezept für schnelle Ofenschlupfer mitgebracht.DSC_0925.JPGVermutlich sagt Euch „Ofenschlupfer“ jetzt gar nichts wenn Ihr nicht gerade im Schwarzwald groß geworden seid. Prinzip mäßig ist es ein Brotauflauf und war früher ein arme Leute Essen oder diente zur Resteverwertung (altes Brot/Brötchen). Heute aber ist es längst auch in der feinen Küche angekommen und wird als Dessert oder zum Kaffee gegessen. Aber auch als Hauptgericht mit herzhaften Zutaten kann es sich sehen lassen. Meine Variante geht schnell und kommt mit der Milch statt Sahne auch etwas leichter daher. dsc_0943

Und das braucht Ihr für 4 Portionen:

  • 4 Scheiben Sandwich Toastbrot
  • 4 Zwetschgen
  • Zimt
  • 2 Eier
  • 300 ml Milch
  • 30 g Zucker
  • 1 EL Amaretto optional 4 Tropfen Bittermandelöl
  • etwas Butter für die Formen

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die ofenfesten Formen ( ca. 14 cm Durchmesser ) mit Butter fetten. Die 4 Scheiben Toastbrot entrinden und so zurechtschneiden (kreisförmig), dass sie in die Form passen. Die Zwetschgen waschen, entsteinen und in Scheiben schneiden. Das Toastbrot in die Förmchen geben, die Zwetschgenscheiben darauf verteilen und mit etwas Zimt bestreuen. Die Eier mit der Milch und dem Amaretto verquirlen und den Zucker zugeben. Die abgeschnittenen Ränder  würfeln und auf die Zwetschgen geben . Mit der Milchmischung übergießen und mit je einem Teelöffel Zimtzucker bestreuen. 25 Minuten backen. Noch warm mit  evtl. Vanillesoße, Vanilleeis oder Kompott, oder einfach nur so servieren.

Habt noch einen schönen Sonntag, liebe Grüße Silke

 

 

Schwarzwaldmüsli

Frühstückt Ihr gerne ?  Oder haltet Ihr es wie 6 % der Deutschen und frühstückt gar nicht, oder wie die 11 %, die lediglich ein Getränk zu sich nehmen ? Nur ca. 41 % der Befragen mit Kindern frühstückt mit ihnen gemeinsam. In Deutschland leben im europäischen Vergleich die meisten Frühstücksmuffel. ( Quelle: Nestle 11/14)DSC_1031Dabei ist Frühstück doch so wichtig ! Es dient dazu unsere Energie- und Kraftreserven für den Tag zu füllen. Aber meist haben wir es morgens eilig, weil wir zu spät aufgestanden sind oder noch irgendwelche wichtigen Sachen erledigt werden müssen ( Die Eltern von schulpflichtigen Kindern kennen bestimmt auch den morgendlichen Wahnsinn “ du musst noch unbedingt diesen Zettel unterschreiben“… der ist natürlich  im Moment unauffindbar und muss erst gesucht werden). Das muss nicht sein! Ich möchte Euch eine Frühstücksidee zeigen, die Euch den ersten Genuss des Tages bietet, bei der aber auch die Energie- und Nährstoffzufuhr nicht zu kurz kommt.DSC_1019 Ein selbstgemachtes Müsli und hier insbesondere ein Schwarzwäldermüsli mit leckeren Kirschen und Walnüssen. Reich an Ballastoffen und ohne Zucker. Mit Milch, Joghurt und Früchten super schnell zubereitet und zur Not könnt Ihr es auch mitnehmen.

Das braucht Ihr dafür:    ( ergibt ca. 400 g)

  • 150 g zarte Haferflocken
  •  20 g Goldleinsamen
  • 100 g getrocknete Kirschen
  •   50 g Walnüsse
  •   50 g Kokosraspeln
  •     1 EL Kakao-Nibs
  •     2 EL roher Kakao
  •     2 EL Kokosöl
  •     3 EL Agavendicksaft DSC_1042

Und so geht`s:

Die trockenen Zutaten alle in einer Schüssel gut vermischen, Kokosöl und Agavendicksaft unterrühren. Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 130 Grad für 15 Min. backen. Wichtig:  ca. alle 5 Minuten das Müsli durchrühren. Nach dem backen, das Müsli auskühlen lassen und in einer luftdichten Box/Schüssel aufbewahren. DSC_1068

Ihr seht, Müsli selbermachen ist gar nicht so schwierig und zeitaufwendig. Und Ihr könnt  für das Müsli die Zutaten nehmen die Euch schmecken. Wandelt das Müsli doch mal ab und nehmt Mandeln, Haselnüsse, Zimt, andere Trockenfrüchte wie Aprikosen, Cranberries  oder Sonnenblumen- und Kürbiskerne. Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Und Ihr habt mit diesem Müsli einen wirklich schnellen und guten Start in Euren Tag.Gutes Gelingen ! Liebe Grüße Silke