“ Flashback“

Kennt Ihr das ? Ein Duft, ein Lied, ein Gegenstand und man befindet sich sofort wieder in seiner Jugendzeit. Einen solchen „Flashback“ hatte ich neulich, als meine Tochter mit einem Zauberwürfel heimkam. Da ich in der Zeit der Zauberwürfel, Walkmans und weißen Tennissocken aufgewachsen bin, fühlte ich mich sofort in meine Jugendzeit  zurück- versetzt. Was mich ebenfalls sofort in meine Jugendzeit katapultiert sind Gerichte aus meiner Jugend. Ein solches Gericht sind Grünkernküchle oder „Bescheißer-Fleischküchle“ wie sie meine Familie immer nennt. Weil sie in der Pfanne fast wie echte Fleischküchle (Frikadellen, Buletten, Fleischpflanzerl oder wie sie sonst noch heißen), aussehen.Die essen wir ziemlich oft und bis jetzt hat sich bei uns noch keiner gefunden, egal ob jung oder alt, der sie nicht mochte, obwohl sie unter die Kategorie „gesund“ fallen. Grünkernküchle bestehen nämlich aus Grünkernschrot und Grünkernschrot wird aus dem grün geernteten Dinkel hergestellt und hat einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Magnesium und Phosphor, sowie einen hohen Eiweiß- und Eisenanteil. Dazu noch eine leckere, selbstgemachte Tomatensoße und eines meiner  Lieblingsgerichte ist fertig. Aber jetzt genug der Worte, hier kommt das Rezept.

Zutaten  für 3 Personen:

  • 1 Zwiebel
  • 2 TL Butter oder Margarine
  •  1/2 l Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 150 g Grünkernschrot
  • 2 Eier
  • 70 g Semmelbrösel
  • 70 g Gouda gerieben
  • etwas Majoran, Petersilie, Salz und Pfeffer

Tomatensoße:

  • 1 Zwiebel
  • 80 g Fett
  • 5 EL Tomatenmark
  • 80 g Mehl
  • 1/2 l Wasser
  • 1 Prise Zucker
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Paprikapulver edelsüß nach Geschmack

Und so wird` s gemacht:

Zwiebel fein würfeln, in Butter glasig dünsten, Wasser, Salz, Lorbeerblätter und Grünkernschrot dazugeben, aufkochen. Danach 10 Min. ausquellen lassen. Lorbeerblätter entfernen und Masse auskühlen lassen. DSC_0960

Eier, Semmelbrösel, geriebener Gouda und Gewürze unter die Grünkernmasse rühren, abschmecken und mit nassen Händen Küchle formen, in Öl ausbraten. DSC_0991

Für die Tomatensoße die Zwiebel fein würfeln und in Fett andünsten bis sie hellgelb sind. Tomatenmark dazugeben und mitdünsten. Mehl auf einmal dazugeben, unter Rühren anschwitzen, Wasser nach und nach unter Rühren dazugeben  und aufkochen lassen, mit den Gewürzen abschmecken.

Dazu essen wir Nudeln oder Reis und meist noch ein Salat.

Jetzt wünsche ich Euch viele solcher Jugenderinnerungen, bis zum nächsten Wochenende. Liebe Grüße Silke