Kirscheis-Sandwiches

Kuchen bei diesem Wetter ? oder lieber ein Eis bei diesen sommerlichen Temperaturen ? aber ein Sonntag  ganz ohne Kuchen … aber ich hab einen Kompromiss gefunden. Ein Kirscheis-Sandwich aus leckerer, selbstgemachter Kirscheis Creme und schokoladige Whoopies ersetzen den Kuchen. Das Kirscheis macht Ihr schon am Vortag und die Whoopies sind auch schnell zusammengerührt und müssen nur 10 Minuten backen.  DSC_2154.JPGEsst Ihr eigentlich auch so gerne Eis wie wir ? meine Familie bricht da alle Rekorde und topt die 110 Kugeln Eis ( ca. 8 Liter) die jeder Deutsche im Jahr ca. isst, locker. Im Sommer kann ich gar nicht genug Eis kaufen und machen.  Mein Mann hat unsere Tochter schon im Baby-Alter mit Eishunger infiziert, denn die erste, feste Nahrung die sie probiert hat war tatsächlich Eis. Aber ich kann die beiden da auch verstehen, es gibt so viele leckere Eissorten, da kann man einfach nicht widerstehen. Mein Lieblingseis ist übrigens Kirsch-Sahneeis. Und da jetzt wieder die Kirschsaison losgeht, hab ich heute ein Kirscheis für Euch. Selbstverständlich könnt Ihr auch Kirschen aus dem Glas nehmen, das geht auch. Da ich  Eispulver benutzt habe ist das Eis in einer viertel Stunde gemacht und Ihr habt wieder Zeit die Sonne zu genießen.DSC_2168

Und das braucht Ihr für 4 Sandwiches:  

  • 10 Kirschen  + 4 für die Deko
  • 250 ml kalte Milch
  • Eispulver Bourbon-Vanille von Dr. Oetker
  • 1 EL Kirschwasser ( optional )
  • ein Dessertring

für die Whoopies braucht Ihr:

  • 125 Butter oder Margarine ( zimmerwarm)
  • 50 brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanille Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 150 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 2 gehäufte EL Kakao
  • 1 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • Backpapier

DSC_2157 (2).JPG

Und so wird das Eis gemacht:

  1. Kirschen waschen und entsteinen und mit einem Mixer pürieren
  2. Milch mit Eispulver nach Packungsanleitung anrühren, Kirschpüree unterrühren und evtl. das Kirschwasser dazu geben.
  3. Die Eismasse in einer flachen Form (  ca. 5 cm ) hoch, über Nacht einfrieren.

Und so macht Ihr die Whoopies:

  1. den Backofen auf 180 ° Grad Umluft oder 200 ° Grad Ober- / Unterhitze vorheizen
  2. für die Whoopies die Butter, den Zucker, der Prise Salz und dem Vanillezucker mit einem Handrührgerät auf höchster Stufe cremig rühren.
  3. Das Ei unterrühren und ca. eine halbe Minute weiterschlagen.
  4. Das Mehl, die Speisestärke, den Kakao und das Backpulver mischen und auf mittlerer Stufe  kurz unterrühren
  5. Die Milch dazu geben, sodass ein geschmeidiger Teig entsteht.
  6. zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und mit einem Esslöffel runde Häufchen auf das Backblech setzen. Da der Teig auseinander läuft einen großen Abstand lassen.
  7. Ca. 10 -13 Minuten backen.
  8. Die Whoppies abkühlen lassen
  9. Mit dem Dessertring 4 Kreise aus der Eismasse stechen und die Whoopies damit füllen. ( die glatte Seite der Whoopies ist jeweils innen )
  10. mit den restlichen Kirschen verzieren. Falls Ihr die Sandwiches nicht gleich esst könnt Ihr Sie noch einfrieren.

DSC_2181.JPG

Ihr seht das ist eine ziemlich schnelle und leckere Sache. Und Ihr habt beides, Kuchen und Eis. Also bleibt cool dieses Wochenende und genießt die Sonne. Liebe Grüße Silke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wein-Slushies

Vergesst Hugo, Paul und Mathilda. Wein-Slushies aus Amerika sind jetzt der neue Hit. Und da es dieses Wochenende ja endlich wieder sommerlich warm ist und wir im Hochschwarzwald den Wintermantel endlich wieder offen tragen können, hab ich Euch meine drei Favoriten der Slushies  mitgebracht. Überhaupt war das eins der besten Rezept-Shootings bisher, den die leckeren Drinks mussten ja schließlich zeitnah ( man kann sie ja nicht schmelzen lassen) getrunken werden und als vorsorgliche Foodbloggerin habe ich natürlich eine größere Menge gemacht, falls was schief geht.  Aber keine Sorge mein Mann durfte mir  beim Vernichten helfen. Auf jeden Fall wurde dieser Abend noch sehr lustig und wir haben alles ausgiebig für Euch getestet.  ( Als Foodblogger muss man einfach Opfer bringen). Natürlich hab ich die Slushies mit guten badischen Tröpfchen gemacht. Es funktioniert aber auch jeder andere Wein. Und da die Geschmäcker ja verschieden sind und einer lieber Rotwein als Weißwein mag und ein andere wiederum  nur Rosewein trinkt, hab ich einfach für jede Weinsorte ein Rezept gemacht. Alles was Ihr für die Drinks  braucht sind gefrorene Früchte, guten Wein, Eiswürfel und einen guten Mixer.  Und damit Ihr Euch so schnell wie möglich diesen Hit mixen könnt, kommen hier die Rezepte:

DSC_2209.JPG

Für den Pfirsich-Weißwein-Slushie braucht Ihr:

  • 2 gefrorene Pfirsiche ( gelbfleischig) in Stückchen
  • 150 ml gekühlten Weißwein ( ich hab einen Riesling genommen)
  • 2EL Zucker
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 Stängel Zitronenthymian
  • 6 Eiswürfel

Für den Erdbeer-Rose-Slushie braucht Ihr:

  • 10 gefrorene Erdbeeren in Scheiben geschnitten
  • 150 ml Rosewein
  • 2 EL Zucker
  • 1 Blatt Pfefferminze
  • 6 Eiswürfel

Für den Heidelbeer-Rotwein-Slushie braucht Ihr:

  • 100 g gefrorene Heidelbeeren
  • 5 Brombeeren
  • 5 Tropfen Vanillearoma
  • 2 EL Zucker
  • 150 ml gekühlter Rotwein
  • 8 Eiswürfel

 

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten für die einzelnen Slushies in einen Mixer ( Thermomix) geben und auf hoher Stufe zu einem Shlushie verarbeiten.  Nach belieben verzieren und möglichst schnell servieren.

Also dieser tolle Mix wird es diesen Sommer bei mir noch öfters geben, dafür war er einfach zu gut. Ich kann mir den Rotwein auch gut mit einem Schuss Amaretto vorstellen oder mit einer Kugel Vanilleeis. Oder den Weißwein mit Maracuja und Mango….  auf jeden Fall werde ich mich für Euch opfern und noch weitere Variationen testen. Ich wünsche Euch einen sonnigen Sonntag mit kühlen Getränken. Liebe Grüße Silke

DSC_2214

 

Party -Blätterteig-Löffel

Heute feiern wir eine Sommerparty und es gibt Fingerfood. Fingerfood ist klasse, man kann für viele Leute ein Buffet vorbereiten, hat wenn die Gäste da sind keinen Stress mit kochen und anrichten und das Geschirr hält sich auch in Grenzen, wenn Ihr Servietten benutzt. Und besonders Kinder lieben es mit den Fingern zu essen. Eigentlich feiern wir ja heute zwei Partys meine Sommerparty und  da wir Anfang Juni haben auch wieder unsere Foodblogparty von „Lecker für jeden Tag“  bei der sich heute alles um Fingerfood dreht. DSC_2092.JPG

Aber zurück zu meiner Party. Es gibt heute essbare Löffel aus Blätterteig und obendrauf eine Salami-Tomaten-Creme. Die Löffel werden einfach aus Blätterteig ausgeschnitten, ein richtiger Löffel ist unsere Schablone, dann mit den Esslöffeln oben drauf gebacken und in der Zwischenzeit könnt Ihr die Füllung aus Frischkäse, Tomaten und Salami zubereiten.  Die Löffel auskühlen lassen und füllen. Und schon habt Ihr einen echten Hingucker auf jedem Party-Buffet produziert. Die Löffel können natürlich auch süß gefüllt werden, so habt Ihr auch gleich was für das Dessert-Buffet. DSC_2125.JPG

Auch bei der Füllung könnt Ihr variieren, wenn Ihr Vegetarier seid, könnt Ihr die Salami weglassen und habt so eine vegetarische Variante,  oder  Ihr nehmt Thunfisch, Feta und Paprika mit an Bord, ich bin sicher da fallen euch ganz viel Variationen ein. Und aus den Resten macht Ihr einfach Blätterteig Gebäck zum Knabbern. Bestreut dazu einfach die Teigstreifen mit Salz, Paprika, Parmesan, Kräuter der Provence, Pizzagewürz, Schokodrops,  oder Hagelzucker usw. ( natürlich nicht alles auf einmal) DSC_2110.JPG

Und das braucht Ihr für 12 Löffel:

  • 1 Packung frischer Blätterteig
  • 100 g Frischkäse
  • 3 Scheiben Salami
  • 4 kleine Datteltomaten
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Petersilie oder Thymian und 1-2 Tomaten zum Verzieren

DSC_2097.JPG

Für die süße Variante braucht Ihr:

  • 100 g Frischkäse
  • 4 Erdbeeren und 2 zum Verzieren
  • Zucker

DSC_2084.JPG

Und so macht Ihr die Löffel:

  1. Den Blätterteig auf dem Backpapier ausrollen, die Löffel als Schablone drauflegen    ( siehe Bild ), die Konturen mit einem Messer ausschneiden und überschüssigen Teig entfernen
  2. Den ausgestochenen Teig mit den Löffeln aufs Backblech legen und bei 180° Grad ca. 10 Minuten backen. Danach die Löffel auskühlen lassen und abnehmen.
  3. Für die Füllung die Salami kleinschneiden, die Tomaten waschen, halbieren und die Kerne entfernen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Mit dem Frischkäse, dem Tomatenmark und dem Basilikum vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Jeweils 2 Teelöffel auf den Blätterteiglöffel geben. Mit Tomatenstückchen und Petersilie verzieren.
  5. Bis zum Verzehr kühlen.

DSC_2126.JPG

Für die süße Variante die Erdbeeren kleinschneiden und mit dem Frischkäse und Zucker vermischen.

Was Ihr aus den Resten machen könnt seht Ihr in dem unteren Bild. Die einen hab ich mit Parmesan und Kräutern der Provence bestreut und die anderen mit Pizzagewürz. Allerdings hab ich dafür kleine Teelöffel genommen. DSC_2128.JPG

Noch mehr Inspirationen für Euer Fingerfood-Buffet findet Ihr auch bei meinen Blogger-Kollegen.
Applethree Fruchtige Sommerrollen
Kochen und Backen mit Bo Blätterteischnecken
Jessis Schlemmerkitchen Crostini mit Erbsenpüree und Ziegenkäse                                FaBA Familie aus Bamberg Fingerfood mal3

Fingerfood - Banner.png

Also macht doch mal ein Fingerfood-Buffet bei Eurer nächsten Party, Ihr werdet sicher Spaß haben und Eure Gäste werden es toll finden. Habt ein schönes Pfingstwochenende, bis nächste Woche Silke

Schwarzwald, Sushi, Pfannkuchen, Spargel

Schwarzwald-Sushi ( Werbung )

Natürlich darf ein leckeres Spargel-Rezept in diesem Frühjahr bei mir nicht fehlen.  Schon gar nicht, wenn man so nah bei den badischen Spargelanbaugebieten wie wir wohnt.  Meist kann ich es kaum erwarten bis es den ersten Spargel gibt. Aber dann koste ich diese Zeit  voll aus. Auch wenn meine Tochter stöhnt, dass es dauernd Spargel gibt     ( sie ist noch nicht der größte Spargelfan ), da muss sie durch.  Habt Ihr gewusst, dass in Deutschland auf 25.300 Hektar, das entspricht einer Fläche von rund 35.000 Fußballfeldern, Spargel angebaut wird ?  Und unsere heimische Produktion nicht ausreicht um unseren Spargelhunger zu stillen, sondern wir noch Spargel aus Griechenland und Spanien  herbeischaffen ?  ( Quelle: Zeitmagazin ) ich finde das überhaupt nicht verwunderlich, denn es gibt ja auch soviel  leckere Sachen, die man mit Spargel machen kann. So wie dieses Spargel-Sushi.  Das hört sich zwar erst etwas ungewöhnlich an, weil man Sushi ja eigentlich nicht mit dem Schwarzwald verbindet. Und dieses Sushi enthält auch gar keinen Fisch und auch nicht die üblichen Sushi-Zutaten aber dafür eben Spargel, leckeren Comte-Käse, Schwarzwälder Schinken und eine Thymian-Apfel-Mayonnaise. DSC_2122.JPG

Eigentlich hat es nur die Form von Sushi und eignet sich daher super für ein Buffet oder für Gäste, oder um  einen Pfannkuchen mal anders zu präsentieren. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr natürlich auch diese Schwarzwald-Sushi mit Stäbchen essen. Mit diesem Beitrag nehme ich übrigens beim Blogger-Contest der Zeitschrift Lecker.de teil. Sie suchen Lieblingsrezepte mit dem köstlichen COMTE -Käse. DSC_2087.JPGFalls Ihr Comte-Käse noch nicht kennt, habt Ihr bisher was verpasst. Dieser handwerklich hergestellte Rohmilchkäse wird nicht in einer Großkäserei, sondern in 160 Genossenschaftskäsereien in der gesamten Franche-Comte hergestellt  und reift zwischen 4 und 18 Monaten und das schmeckt man einfach. Mehr könnt Ihr hier dazu lesen Die Meister des Comte  Dieser würzige, kräftige Käse ist also der ideale Begleiter für den Schwarzwälder Schinken und den Spargel und gibt diesem Sushi erst den richtigen Pfiff. Und da Ihr sicher schon gespannt seid, kommt hier das Rezept.DSC_2145.JPG

Für  4 dünne Pfannkuchen braucht  Ihr:

  • 200 g Mehl
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Mineralwasser
  • 1 Prise Salz
  • 4 Stängel frischen Thymian

Für die Mayonnaise braucht Ihr:

  • 1 Apfel
  • 2 Stängel frischen Zitronen-Thymian
  • 1 Ei
  • 10 g Zitronensaft
  • 2 TL Senf, mittelscharf
  • etwas Pfeffer
  • 1/4 TL  Salz
  • 250 g Öl ( Raps- oder Sonnenblumenöl )

Die restlichen Zutaten sind:

  • 9 Scheiben Schwarzwälder Schinken
  • 8 Scheiben Comte ( ich hab den Bronze genommen)
  • 1 Bund grüner Spargel
  • etwas Wasser
  • Öl zum Braten

DSC_2156.JPG

 

Und so werden die Sushi gemacht:

  1. Für den Pfannkuchenteig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät zu einem flüssigen Teig rühren. ( Oder im Thermomix 30 Sek. / Stufe 4) Teig bis zur Verwendung beiseite stellen.
  2. Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Scheiben schneiden, mit etwas Wasser  ( ca. 2 EL) in einer Pfanne weich dünsten und auskühlen lassen
  3. In einer beschichteten Pfanne ohne Fett den Schwarzwälder Schinken kurz anbraten.  Eine Scheibe sehr kross anbraten, auskühlen lassen und die eine Scheibe in kleine Stückchen teilen.
  4. Den Spargel waschen und im unteren drittel schälen,  einem großem Topf mit Wasser bedecken und ca. 5 Minuten köcheln lassen,  den Spargel im Kochwasser warm halten.
  5. Für die Mayonnaise das Ei, den Senf, den Essig, das Öl und die Gewürze in einen hohen, schmalen Mixtopf geben mit einem leistungsstarken Stabmixer die Masse auf höchster Stufe kurz aufschlagen bis sie weiß und dick wird ( den Mixstab dabei am Boden lassen) dann den Mixstab langsam hochziehen und die Mayonnaise noch ein paar Sekunden aufschlagen . Die Apfelstücke hinzugeben und ebenfalls kurz mit schlagen bis eine glatte Mayonnaise entstanden ist.
  6.  In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und darin 4 dünne Pfannkuchen backen. Die Pfannkuchen einzeln auf einen Teller geben, als erstes 2 Scheiben Schwarzwälder Schinken mittig auf den Pfannkuchen geben, darauf dann 2 Scheiben Comte-Käse. Anschließend die Mayonnaise auf dem Pfannkuchen verteilen. Den Spargel abtropfen lassen, in vier Portionen teilen und eine Portion auf den Pfannkuchen geben. Den Pfannkuchen von der Seite her zusammenrollen, die Rolle in ca. 3 cm breite Streifen schneiden und auf einem Teller mit den Bacon-Chips  und der Mayonnaise anrichten.

 

Ich wünsche Euch gutes Gelingen, falls Ihr auch Spargel-Fans seid noch ganz viel köstliche Spargelmomente und probiert mal diesen leckeren Käse der auch hervorragend zu einem Gläschen Wein passt. Liebe Grüße Silke

( Dieser Beitrag gibt meine eigene Meinung über Comte-Käse wieder und wurde von Dritten nicht beeinflusst )

Brägel, Schwarzwälder Brägel, Kartoffeln, Herzhaftes

Schwarzwälder Brägel mit Steinchampignons

Brägel oder Brägele das ist hier die Frage ? wer schon länger bei mir mitliest kennt bestimmt mein Rezept für Brägele mit Sonnenwirbelesalat und Bibiliskäs .Was aber bitte ist denn jetzt ein Brägel ? bei uns im Schwarzwald gibt es die Sprüche: “ Do hesch de Brägel“ ( Da hast du jetzt den Salat) oder den: „den Brägel hinschmeiße “ ( die Arbeit hinschmeißen ). Brägel soll was zum Essen sein ? Ja, das Wort Brägel kommt von Braten  ( brägeln ) und ist eine alte Bauernmahlzeit die über die Jahre fast in Vergessenheit geraten ist. Früher wurde dieses Gericht zu jeder Tageszeit gegessen. Sogar zum Frühstück. Von den ärmeren Menschen mit Milch und von den reicheren mit Speck und Ei. Nicht zu verwechseln mit dem Schweizer  Rösti. Rösti wird aus rohen, geraspelten Kartoffeln gemacht und unser Brägel aus am Vortag gekochten Kartoffeln. Mittlerweile gibt es hier im Schwarzwald sogar Brägelwochen damit dieses alte Gericht nicht wieder vergessen wird. ( Eröffnung ist am Samstag 17. Juni um 16 Uhr auf dem Marktplatz in Todtnau)  da werden sie allerdings nicht mehr nur mit Milch serviert, sondern mit so leckeren Sachen wie Leberle ( Leber), mit Lachs, mit Gemüse und was den Wirten so einfällt.  Meinen Brägel gibt es heute mit Steinchampignons, Schwarzwälder Schinken und Petersilie, ganz einfache Zutaten, aber Ihr werdet überrascht sein wie lecker so etwas Einfaches schmecken kann. Ein Brägel eignet sich auch gut zur Resteverwertung, wenn Ihr Kartoffeln vom Vortag übrig habt, noch ein Spiegelei dazu und schon habt Ihr ein  leckeres Gericht. Dementsprechend einfach und kurz ist auch heute die Zutatenliste.

DSC_2188.JPG

Das braucht Ihr für einen Brägel pro Person:

  • ca. 3 mittelgroße Kartoffeln am Vortag gekocht
  • Butterschmalz
  • 3 Steinchampignons
  • 2 Scheiben Schwarzwälder Schinken
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer

DSC_2191.JPG

Und so wird der Brägel  gemacht:

  1. die am Vortag gekochten und kalten Kartoffeln werden grob auf einer Reibe geraspelt
  2. in einer Pfanne mit Butterschmalz, Salz und Pfeffer ( wer möchte kann noch Zwiebeln dazugeben)  in Form eines Fladens von beiden Seiten knusprig braten.      ( zum Umdrehen habe ich einen Teller benutzt)
  3. in der Zwischenzeit die Steinchampignons waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Petersilie ebenfalls waschen und kleinschneiden genauso den Schwarzwälder Schinken kleinschneiden.
  4. in einer anderen Pfanne die Champignons und den Schinken ebenfalls anbraten und mit Salz, Pfeffer und einem Teil der Petersilie würzen.
  5. den Brägel auf einem Teller mit den Pilzen anrichten und mit der restlichen Petersilie bestreuen.

DSC_2185.JPG

Das ist doch wirklich einfach, also „brägelt“ Euch doch mal einen Brägel  damit dieses Gericht nicht wieder ausstirbt.  Ich wünsche Euch und vor allem allen Müttern einen wunderschönen Sonntag. Liebe Grüße Silke